Das Job-Bike Modell

Das Job-Bike Modell

Jeder Arbeitgeber kann seinen Mitarbeitern ein Fahrrad oder Pedelec (meist E-Bike genannt) zur privaten und beruflichen Nutzung zur
Verfügung stellen. Das Dienstfahrrad ist damit dem klassischen Dienstwagen gleichgestellt. Das gilt gleichermaßen für E-Scooter.

Wie funktioniert das Job-Bike Modell?

Wenn Sie ein neues Fahrrad oder E-Bike (Pedelec) anschaffen möchten, dann können Sie das auch über ihren Arbeitgeber machen.

Dann kauft oder least ihr Arbeitgeber das Fahrrad und überlässt es Ihnen zur privaten und beruflichen Nutzung.

Je nach Vereinbarung mit dem Arbeitgeber verzichtet der Mitarbeiter dafür auf einen Teil des Bruttoarbeitsentgeltes für 36 Monate. Das bezeichnet man als Entgeltumwandlung zugunsten eines Job-Bikes.

Natürlich kann der Arbeitgeber das Fahrrad dem Beschäftigten auch ohne Entgeltumwandlung zur Verfügung stellen. Steuerlich ist das besonders attraktiv.

Genauso populär sind Modelle, in denen Arbeitgeber Zuschüsse gewähren, um nachhaltige Mobilität und Gesundheit zu fördern.

Nach 36 Monaten besteht eine Option, das Fahrrad zu erwerben. Je nach Modell können Sie so bis zu 40% des Kaufpreises sparen.

 

Job-Bike – günstiger als Privatkauf

Das liegt vor allem an der steuerrechtlichen Privilegierung des Dienstfahrrads.

Sofern Sie ihr Job-Bike im Rahmen einen Entgeltumwandlung über den Arbeitgeber erwerben, ist aktuell der geldwerte Vorteil in Höhe von 0,5% des Bruttolistenpreises zu versteuern.

Gewährt Ihnen der Arbeitgeber das Job-Bike zusätzlich zum Bruttolohn, dann ist aktuell überhaupt kein geldwerter Vorteil zu versteuern.

Rechnen Sie ihren Vorteil mit dem Rechner aus.

 

Gehaltsumwandlung und Nettolohnabzug

Der Begriff Gehaltsumwandlung wird sinngleich mit dem Begriff Entgeltumwandlung genutzt. In dieser Variante erklärt der Mitarbeiter, auf einen Teil seines Bruttoarbeitslohns für einen definierten Zeitraum zu verzichten, und der Arbeitgeber überlässt ihn dafür ein Dienstfahrrad überlasst.

Im Rahmen eines Nettolohnabzuges verzichtet der Mitarbeiter auf einen Teil seines Nettolohns, dafür überlässt ihn der Arbeitgeber ein Dienstfahrrad. Diese Variante ist dann interessant, wenn aus tarifrechtlichen Gründen eine Entgeltumwandlung nicht möglich ist. Dabei entfällt die Versteuerung des geldwerten Vorteils, wenn der Abzug mindestens 0,5% Bruttolistenpreises beträgt.

 

Versteuerung des geldwerten Vorteils

Für den Mitarbeiter resultiert aus der privaten Nutzungsmöglichkeit des Dienstfahrrads ein geldwerter Vorteil, der im Grundsatz zu versteuern ist.

Mit der Anpassung des EStG zum 01.01.2019 beträgt der geldwerte Vorteil bei Dienstfahrrädern aktuell 0,5% des Bruttolistenpreises.

Bei einem Fahrrad zum Preis von 3.000 Euro werden monatlich 15 Euro dem Bruttolohn fiktiv aufgeschlagen, die der Einkommenssteuer und der Beitragspflicht in die Sozialversicherung unterliegen.

Der Anfahrtsweg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte muss bei Fahrrädern und E-Bikes (nur Pedelecs) nicht versteuert werden.

Wichtig: Sofern das Dienstfahrrad dem Mitarbeiter ohne Entgeltumwandlung gewährt wird (also zusätzlich zum Arbeitslohn gewährt wird), ist kein geldwerter Vorteil zu versteuern.

 

Begriffsklärung: Fahrrad, E-Bikes, Pedelecs, S-Pedelecs

Es ist angebracht, einige Begriffe zu klären:

  • Fahrrad, alles auf zwei Rädern mit Pedalantrieb ohne Unterstützung durch Elektromotor.
  • E-Bike ist ein Oberbegriff, der alle Fahrräder mit Elektromotor zusammenfasst.
  • Pedelec bezeichnet ein Fahrrad mit Elektromotor, bei dem der Motor eine Unterstützung bis zu 25 km/h leistet.
  • Für Pedelecs besteht aktuell keine Helmpflicht. Es ist kein Führerschein erforderlich und keine Haftpflichtversicherung.
  • S-Pedelecs bezeichnet ein Fahrrad mit Elektromotor, bei dem der Motor eine Unterstützung bis zu 45 km/h leistet. Für S-Pedelecs besteht Helmpflicht. Es ist der Führerschein der Klasse A1 erforderlich. Ferner ist eine Haftpflichtversicherung zwingend sowie eine Kennzeich-nungspflicht. Siehe dazu auch die Hinweise zum Job-Scooter-Leasing.

 

Zubehör

Im Grundsatz ist Zubehör leasingfähig. Es sollte den Betrag von 10% des Kaufpreises nicht überschreiten.

Zwingend ist, dass zum Fahrrad ein Schloss mit Kette gekauft wird, ein Zahlenkombinationsschloss ist dabei ausgeschlossen. Damit wollen wir sicherstellen, dass im Fall eines Diebstahls der Nachweis gegenüber dem Versicherer erbracht werden kann.

Mehrere Diensträder pro Mitarbeiter

Im Grundsatz kann ein Mitarbeiter mehr als ein Fahrrad über seinen Arbeitgeber leasen. Es ist mehr eine Frage die vom Arbeitgeber festzulegen ist. In diesem Fällen empfehlen wir dringend, eine verbindliche Anrufungsauskunft beim Finanzamt zu stellen.

Private Nutzung durch Dritte

Grundsätzlich ja. Details wie Haftung sind im Überlassungsvertrag zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber verbindlich festgehalten.

Übernahme am Ende der Leasinglaufzeit

Aus steuerrechtlichen Gründen kann es keine verbindliche oder vertragliche Zusage zur Übernahme des Dienstrades am Ende der Laufzeit geben.

Allerdings kann der Mitarbeiter das Fahrrad am Ende des Leasingzeitraumes zum kalkulierten Restwert in Höhe von 10% des Nettoanschaffungswertes zzgl. MwSt. erwerben, sofern der Arbeitgeber dagegen keine Einwände erhebt. Die Versteuerung des geldwerten Vorteils übernimmt LOFINO.

Sofern der Mitarbeiter das Fahrrad nicht übernehmen möchte, so geht das Fahrrad an LOFINO zurück und LOFINO übernimmt die Tilgung des Restbetrages.

Der Mitarbeiter erhält 8 Wochen vor Ende des Leasingzeitraums eine gesonderte Information mit den Möglichkeiten.

Arbeitgeberwechsel – Vorzeitige Vertragsbeendigung

Sofern der Mitarbeiter vor dem Ablauf der Leasingdauer aus dem Unternehmen ausscheidet, endet damit auch die Überlassung des Job-Bikes und der Mitarbeiter muss das Fahrrad oder E-Bike an den Arbeitgeber zurückgeben. In Fällen mit Gehaltsumwandlung ist die Regel, dass der Mitarbeiter das Fahrrad herauskauft und privat weiter nutzt.

Eine Übernahme der Leasingverträge zu einem neuen Arbeitgeber ist nicht möglich.

Wartung

Fahrräder und E-Bike sollten regelmäßig gewartet werden, um die Verkehrssicherheit und Funktionstüchtigkeit zu gewähren. Die Überlassungsvereinbarung sehen daher vor, dass der Mitarbeiter sein Job-Bike regelmäßig von der Werkstatt warten lassen kann. Die Kosten dafür werden von LOFINO bis zu einer Höhe von 75 EUR im Jahr erstattet.

Versicherung

Ihr Job-Bike ist bei der Ammerländer-Versicherung e.G. im Rahmen einer Fahrrad-Vollkaskoversicherung versichert. Ihr Fahrrad oder E-Bike ist damit abgesichert gegen die wirtschaftlichen Verluste aus Diebstahl, Vandalismus, Unfall, unsachgemäßer Handhabung, Pannen und Sturzschäden sowie vor Material-, Produktions- und Konstruktionsfehlern, Akku-Defekten und Elektroschäden.

Die genaue Leistungsübersicht finden Sie hier, die ausführlichen und aktuellen Versicherungsbedingungen haben wir für Sie hier hinterlegt.

Aufgrund der Erfahrungen in der Schadenregulierung sind insbesondere zwei Hinweise zu beachten:

  1. Bitte verwenden Sie ein Schloss mit Schlüssel und Kette (Keine Zahlenkombination) zur Sicherung des Fahrrades bzw. E-Bikes.
  2. Bitte sichern Sie ihr Fahrrad in einem abschließbaren Raum oder schließen es an einem stationären Gegenstand (Fahrradständer) an. Fahrräder, die lediglich nur mit sich selbst gesichert sind (Kette durch Rahmen und Vorderrad) sind nicht versichert!

 

Schadenmeldung an die Versicherung

Sofern Sie einen Schaden erleiden, bitte beachten Sie unbedingt folgende Hinweise damit die Regulierung schnell und zügig erfolgen kann.

  1. Bringen Sie einen Schaden am Fahrrad oder E-Bike oder an dem versicherten Zubehör durch (Teile-) Diebstahl, Vandalismus oder Unfall unverzüglich bei einer Polizeidienststelle zur Anzeige und lassen Sie sich dazu eine Bescheinigung/Protokoll aushändigen. Sofern Sie einen Unfallschaden ohne Fremdbeteiligung haben, ist das nicht notwendig.
  2. Bitte füllen Sie die Schadenanzeige vollständig aus.
  3. Melden Sie den Schaden umgehend an LOFINO per eMail

unter bikeschaden@lofino.de mit folgenden Unterlagen im pdf-Dateiformat:

  1. Polizeiliches Protokoll / Schadenanzeige bei der Polizei;
  2. Vollständig ausgefüllte Schadensanzeige;
  3. Bei Unfällen und Teilediebstahl: Aussagekräftige Fotos vom Fahrrad bzw. dem Ort;
  4. Bei Reparaturen: den Kostenvoranschlag über Art und Höhe der Reparatur ab 150,- EURO voraussichtlicher Reparaturkosten

Sobald uns die Unterlagen vollständig vorliegen, werden wir diese an die Ammerländer Versicherung zur Schadenregulierung übermitteln. Für mögliche Rückfragen geben wir Ihren Namen und Kontaktdaten an den Versicherer weiter.

Über die Regulierung des Schadens informieren wir Sie umgehend.

 

Aufgrund der gesetzlichen Verpflichtungen weisen wir Sie auf die vertraglichen Obliegenheiten sowie die Rechtsfolgen bei Verletzung dieser Obliegenheiten hin:

Der Nutzer hat bei und nach Eintritt des Versicherungsfalls

  1. dem Versicherer den Schadeneintritt, nachdem er von ihm Kenntnis erlangt hat, unverzüglich – ggf. auch mündlich oder telefonisch – anzuzeigen;
  2. Schäden durch strafbare Handlungen sowie infolge von Brand oder Explosion unverzüglich der nächsten zuständigen oder erreichbaren Polizeidienststelle anzuzeigen und den Versicherer bei der Polizei im Schadenprotokoll anzugeben;
  • Schäden am aufgegebenen Fahrrad unverzüglich dem Beförderungsunternehmen zu melden. Entsprechende Be- scheinigungen sind vorzulegen;
  1. dem Versicherer auf Verlangen jede Auskunft in Schriftform zu erteilen, die zur Feststellung des Versicherungsfalles oder des Umfanges der Leistungspflicht des Versicherers erforderlich ist sowie jede Untersuchung über Ursache und Höhe des Schadens und über den Umfang der Entschädigungspflicht zu gestatten;
  2. alles zu vermeiden, was zu unnötigen Kosten führen könnte (Schadenminderungspflicht).

Bei Verletzung dieser Obliegenheiten kann der Versicherer leistungsfrei oder zur Kürzung der Leistung berechtigt sein.

Vorsätzlich falsche oder unwahre Angaben können den vollständigen Verlust der Versicherungsleistung, grob fahrlässig falsche oder unwahre Angaben eine – der Schwere des Verschuldens entsprechende – Kürzung der Versicherungsleistung zur Folge haben, es sei denn, diese Angaben waren weder für die Feststellung des Versicherungsfalles noch für die Feststellung oder den Umfang der Leistungspflicht ursächlich wichtig.

Diese Einschränkung gilt nicht bei Arglist.

Das Nichtvorliegen einer groben Fahrlässigkeit hat der Versicherungs-nehmer ggf. zu beweisen.