Das Dienstfahrrad als nachhaltige Alternative?  Alles was Sie wissen müssen

Das Dienstfahrrad als nachhaltige Alternative? Alles was Sie wissen müssen

Das Dienstfahrrad als nachhaltige Alternative? – alles was Sie wissen müssen

Von Ramin Pelikan

Mobilitätsbudget

Durch das zunehmende Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit gewinnt das Dienstrad in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Somit wird überfüllten Straßen und ÖPNV aus dem Weg gegangen sowie die Gesundheit der Mitarbeitenden gefördert. Zudem wurden 2020 die steuerlichen Vorteile noch weiter ausgebaut und ist somit eine Win-win-Situation gleichermaßen für Arbeitnehmende und Arbeitgebende.

Was ist ein Dienstrad?

Ein Dienstrad kann ein Fahrrad, E-Bike oder ein (S-)Pedelec sein.

Je nachdem für welches Dienstrad sich entschieden wird, gelten andere steuerliche Begünstigungen. Das S-Pedelec kann schneller als 25 km/h fahren und wird somit als Kraftfahrzeug eingestuft. Außerdem dürfen sie nicht auf dem Radweg fahren, müssen ein Kennzeichen tragen, verkehrsrechtlich haftpflichtversichert sein und werden wie ein Dienstwagen behandelt. Da S-Pedelecs teurer sind als gewöhnliche Fahrräder, ist das Angebot besonders interessant für Arbeitnehmende.

Fahrräder und Elektrofahrräder (Pedelecs, E-Bikes), die bis zu 25 km/h fahren, machen jedoch aktuell den größten Anteil im Dienstfahrradleasing aus.:

Wie kommen Arbeitnehmende zu einem Dienstfahrrad?

Das Dienstfahrrad kann dem Arbeitnehmenden entweder per Gehaltsumwandlung oder zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn gewährt werden. In dem meisten Fällen wird das Fahrrad bei einer Leasinggesellschaft geleast. Wichtig ist hierbei, dass der Arbeitgebende der Leasingpartner ist und die Leasingraten zahlt. Denn er muss wirtschaftlich über das Dienstfahrrad verfügen und darüber entscheiden, ob es neben den beruflichen auch für private Fahrten genutzt werden darf.

Vertragswerk eines Dienstfahrrads

Voraussetzung dafür, dass das Finanzamt das Leasing von Dienstfahrrädern anerkennt, ist ein rechtssicheres Vertragswerk, welches einen Leasingrahmenvertrag, Einzelleasingvertrag und Nutzungsüberlassungsvertrag beinhalten. Im Leasingrahmenvertrag werden zwischen der Leasinggesellschaft und dem Arbeitgebenden Zahlungsmodalitäten, Formalitäten zum Leasing, Vertragslaufzeit, Versicherungsschutz, Datenschutz, Geheimhaltungsvereinbarungen und Details zum Bestellablauf festgelegt. Die Bedingungen müssen geregelt werden, bevor ein Einzelleasingvertrag zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden abgeschlossen werden kann. Dieser Vertrag gilt in der Regel für 36 Monate und beinhaltet technische Informationen zum Rad, Kaufpreis, Leasingrate, Versicherungs- sowie Servicerate und dokumentiert den Restwert. Da allerdings der Arbeitgebende der Vertragspartner der Leasinggesellschaft ist muss ein Überlassungsvertrag die Weitergabe des Fahrrads an den Arbeitnehmenden regeln. Ebenso wird hier eine etwaige monatliche Gehaltsumwandlung vereinbart.

So kommen Arbeitnehmende zum Dienstfahrrad

Die richtige Besteuerung

Die steuerliche Bewertung ändert sich je nachdem ob dem Arbeitnehmenden sein Dienstrad mit einer Gehaltsumwandlung oder zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn gewährt wird.

  • Bei der Gehaltumwandlung gilt seit 2020, dass bei der 1 %-Regelung nur ein Viertel des Brutto-Neupreises angesetzt wird, abgerundet auf volle 100 Euro
  • Wenn der Arbeitgebende die Kosten des Dienstrades vollständig übernimmt und es zusätzlich zum vereinbarten Gehalt gewährt, bleibt es steuer- und sozialversicherungsfrei bis (31.12.2030)
  • Wenn der Mitarbeitende sein Dienstrad auch privat nutzen möchte, muss er 1 % des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Ausnahmen sind hierbei Fahrräder und E-Bikes, die schneller als 25 km/h fahren und zwischen 2019 und 2021 gekauft worden sind. Bei ihnen liegt der Prozentanteil bei 0,5 %. (ab 2022 bei einem Viertel von 1 %)
  • Grundsätzlich: Arbeitnehmende dürfen die volle Pendlerpauschale in Höhe von 30 Cent pro Entfernungskilometer zur Arbeit und Arbeitstag steuerlich geltend machen.

Vorteile für Arbeitgebende

Für Arbeitgebende ist das zur Verfügung stellen von Diensträdern nahezu kein Mehraufwand, bringt allerdings einige Vorteile mit sich. Das Angebot ist ein Zeichen von Wertschätzung an die Mitarbeitenden und Umwelt.

Außerdem wird ein modernes Arbeitsumfeld geschaffen und die Kosten von Parkflächen werden reduziert. Zudem ist das Anbieten von Aufladestationen für Elektrofahrräder steuerfrei und wird nicht auf die 44-Euro-Sachbezugsfreigrenze (ab 2022 50 Euro) angerechnet.

Des Weiteren sind durch die Bewegung am Morgen die Mitarbeitenden motivierter, produktiver und gesünder. Auch das Image des Unternehmens wird verbessert. Auf Bewerbenden wirkt das Unternehmen durch das Angebot direkt attraktiver.

Vorteile für Arbeitnehmende

Auch für Arbeitnehmende ergeben sich viele Vorteile durch die Nutzung eines Dienstrades.

Durch die tägliche Bewegung wird die eigene Gesundheit gefördert und der Kreislauf in Schwung gebracht. Stress durch Staus und Wartezeiten wird aus dem Weg gegangen und die Suche nach einem Parkplatz entfällt.

Gleichzeitig wird ein Beitrag zum Schutz der Umwelt geleistet und CO2 eingespart. Zudem ist das Dienstrad immer aktuell und mit der modernsten Technik ausgestattet. Die Wahl, welches Dienstfahrrad geleast wird, liegt ganz bei dem Mitarbeitenden und fällt je nach Vorliebe aus.

Außerdem übernimmt der Arbeitgebende im Falle der Kurzarbeit zu 100 % die anfallenden Leasingraten und der geldwerte Vorteil für die private Nutzung bleibt bestehen.

Diensträder im Homeoffice

Jetzt und auch in zukünftig wird das Dienstrad ein wichtiger Mitarbeiter-Benefit darstellen und das Unternehmen attraktiver für neue Mitarbeitende erscheinen lassen.

Durch das Homeoffice entfällt zwar der Weg zur Arbeit, allerdings kann das Dienstrad auch privat genutzt werden. Denn die fehlende Bewegung sollte auf jeden Fall ersetzt werden, um die Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeitende zu stärken.

Durch das Dienstrad im Homeoffice ruft sich der/die Arbeitgebende bei jeder Fahrt positiv ins Gedächtnis der Mitarbeitende und setzt ein Zeichen von Anerkennung.

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Mobilitätsbudget – alle Vorteile zum Firmenwagen auf einen Blick

Mobilitätsbudget – alle Vorteile zum Firmenwagen auf einen Blick

Mobilitätsbudget – alle Vorteile zum Firmenwagen auf einen Blick

Von Ramin Pelikan

Mobilitaetsbudget als Alternative zum Dienstwagen

In der Regel stellen Arbeitgebende ihren Mitarbeitenden einen Firmenwagen zur Verfügung. Eine nachhaltigere und flexiblere Alternative stellt jedoch das Mobilitätsbudget dar.  Mit welchen Vorteilen Sie als Arbeitgebender rechnen können, erklärt Ihnen LOFINO.

Was ist ein Mobilitätsbudget?

Bei einem Mobilitätsbudget handelt es sich um ein zuvor festgelegtes Budget, welches die Mitarbeitenden für verschiedene Arten der Fortbewegung nutzen können. Somit sind diese nicht nur auf einen Firmenwagen beschränkt, sondern können frei aus beispielsweise ÖPNV, Car-Sharing, E-Scootern, Taxi oder Shuttlebus wählen. Dadurch kann jeden Morgen neu entschieden werden, wie der heutige Weg zur Arbeit aussieht. In Ländern, wie Frankreich und Schweiz hat sich das Mobilitätsbudget bereits bewährt. Nun sollen auch Deutschlands Arbeitgebende und Arbeitnehmende von folgenden Vorteilen profitieren.

Vorteile eines Mobilitätsbudgets

Schluss mit der Parkplatzsuche und Staus

Vor allem in großen Städten kommt es zu Arbeitsbeginn und -ende zu Staus. Durch die flexible Nutzung von Mobilitätsangeboten kann auf das Auto verzichtet werden. Somit geht man den verstopften Straßen aus dem Weg und ist schneller am Ziel. Ebenfalls fällt die zeitaufwendige Suche nach einem Parkplatz weg.

Wettbewerbsvorteil und Flexibilität

Durch das Anbieten einen Mobilitätsbudgets an jeden ihrer Mitarbeitenden setzen Sie ein Zeichen der Gleichberechtigung. Oftmals werden Firmenwägen nämlich nur den Führungskräften oder leitenden Angestellten zur Verfügung gestellt. Durch die einfache Anpassung des Fixbetrages kann das Mobilitätsbudget jedoch von jedem genutzt werden. Außerdem bietet es einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Vor allem jüngere Arbeitnehmende legen immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit, Flexibilität und Freiheit. Auch besitzen viele, die in Großstädten aufgewachsen sind keinen Führerschein und nehmen lieber die ÖPNV oder das Fahrrad. Das Anbieten eines Mobilitätsbudgets hat also einen positiven Einfluss auf das Arbeitsklima und auf das Image Ihres Unternehmens.

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Kleinerer ökologischer Fußabdruck

Mal angenommen die Anzahl der Firmenwägen würden sich halbieren, dann hätte das gewaltige Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima. Im Durchschnitt stößt ein PKW nämlich 128,1g CO2 pro Kilometer aus (laut dem Verband der Automobilindustrie). Würde man die im Jahr 2019 ca. 5,2 Millionen zugelassenen Dienstwägen also um 2,6 Millionen senken (mit einer Laufleistung von 10.000km), könnten sage und schreibe 3.3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart und die CO2 Bilanz in Deutschland um 0,4 % gesenkt werden. Im ersten Moment hört sich das zwar nicht besonders ausschlaggebend an, allerdings sind es die kleinen Veränderungen, welche gebündelt dem Klimawandel entgegenwirken können.

Weniger Steuern 

Das Mobilitätsbudget kann steuerfrei für alle privaten ÖPNV-Fahrten und steuerbegünstigt für jeden anderen privaten Zweck eingesetzt werden. Einzige Voraussetzung hierfür ist, dass es zusätzlich zum Lohn bereitgestellt wird. Zum Vergleich: Wird ein Dienstwagen privat genutzt, wird der geldwerte Vorteil mit der 1 % Regelung oder dem Fahrtenbuch versteuert.

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Unsere LOFINO App bietet die freie Wahl an sämtlichen Mobilitäts-Formen und ist einfach zu bedienen. Sie können für jeden Mitarbeitenden individuell die Leistungen und das Budget freigeben. Ihre Arbeitnehmenden müssen dann nur noch den Beleg in der LOFINO App hochladen und diesen von unseren Buchhaltungsspezialisten bestätigen lassen. Die Belege werden gegen das Budget verrechnet, welches zusätzlich zum Lohn ausbezahlt wird.

Auf Wunsch können bei LOFINO zusätzlich zum Mobilitätsbudget außerdem noch weitere Mitarbeiter-Benefits, wie Essenszuschuss oder Gesundheitsförderung in Anspruch genommen werden.

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Wie man sieht, bietet das Mobilitätsbudget einige Vorteile zum Firmenwagen. Allerdings kann sich der Einsatz in ländlicheren Regionen etwas schwieriger gestalten, da hier die nötige Infrastruktur fehlt. Auch Mitarbeitende im Außendient greifen aus Bequemlichkeit und Flexibilität auf den Firmenwagen zurück.

Dennoch sind Mobilitätsbudgets für eine flexiblere Mobilität von Mitarbeitenden nicht mehr wegzudenken und eine nachhaltige Ergänzung zum Dienstwagen.

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