Die Erholungsbeihilfe – eine Alternative zum Urlaubsgeld?

Die Erholungsbeihilfe – eine Alternative zum Urlaubsgeld?

Die Erholungsbeihilfe – Eine Alternative zum Urlaubsgeld?

Von Ramin Pelikan

Mobilitätsbudget

Erholungsbeihilfe – eine Alternative zum Urlaubsgeld

Als Zeichen der Wertschätzung und Dankbarkeit zahlen Arbeitgebende ihren Mitarbeitenden gerne ein Urlaubsgeld aus. Dieses muss jedoch versteuert werden. Deswegen bietet sich die Erholungsbeihilfe als Alternative an, denn hierbei kommt der Betrag „brutto wie netto“ beim Mitarbeitenden an.

Was ist eine Erholungsbeihilfe?

Unter der Erholungsbeihilfe wird ein freiwilliger Zuschuss, in Form von Barzuschuss oder Sachbezügen, vom Arbeitgebenden an dessen Mitarbeitenden verstanden. Sie wird oft statt des bekannteren Urlaubsgeldes gezahlt und ist steuerfrei.

Auch der Ehepartner und das Kind kann von der Erholungsbeihilfe profitieren, denn sie wird auch ihnen gezahlt. Dabei sind die Höhe und die Häufigkeit des ausgezahlten Betrags gesetzlich vorgeschrieben. Es gilt: 156 Euro für den Arbeitnehmer, 104 Euro für dessen Ehepartner:in und 52 Euro für jedes Kind.

Was zählt als Erholungsbeihilfe?

Egal ob Festangestellter, Teilzeitmitarbeiter, Werkstudent oder Minijobber – jedem kann die Erholungsbeihilfe gewährt werden.  Wird sie in Form eines Sachbezugs bewilligt ist es wichtig, dass die Tätigkeit der Erholung des Arbeitnehmers dient.

Dazu gehören:

  • Flüge, Bahnfahrten, Pauschalreisen, Kreuzfahrten
  • Wellnessbehandlungen und -wochenenden
  • Ausflüge und Aufenthalte im Hotel
  • Eine Kur
  • Massagen und Yoga
  • Freizeitparks, Schwimmbäder, Zoos oder ähnliches

Welche Voraussetzungen gibt es bei der Erholungsbeihilfe?

Die Erholungsbeihilfe kann pro Haushalt nur einmal im Jahr genutzt werden. Hierbei ist es egal, ob der Betrag komplett oder in mehreren Teilbeträgen ausgezahlt wird, hauptsache der jährliche Höchstbetrag wird nicht überschritten. Ansonsten muss die Erholungsbeihilfe wie der Arbeitslohn versteuert werden.

Zudem muss sie auch wirklich für eine Erholungspause genutzt werden, was anhand von Rechnungen oder Reservierungsbestätigungen nachgewiesen werden kann und einen zeitlichen Bezug von drei Monaten aufweisen.

Wie wird die Erholungsbeihilfe versteuert?

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Erholungsbeihilfe steuerfrei ausbezahlt werden. Die meisten Arbeitgebenden entscheiden sich für eine Barbezuschussung, bei der es sich um einen steuerpflichtigen Arbeitslohn handelt. Die pauschale Besteuerung in Höhe von 25 % muss jedoch nicht vom Arbeitnehmenden, sondern vom Arbeitgebenden versteuert werden. Auch die Sozialversicherung fällt bei der Erholungsbeihilfe weg. Somit landet sie „brutto wie netto“ auf dem Konto des Arbeitnehmenden.

Erholungsbeihilfe nach einer Krankheit

Wenn der Arbeitnehmende krank war und ihm in Form einer Kur die Erholungsbeihilfe gestattet wird, bleibt diese sogar bis zu 600 Euro steuerfrei. Wichtig ist jedoch, dass die Beihilfe dazu dient, sich von der Krankheit zu erholen und es sich um eine von der Krankenkasse zertifizierte Maßnahme handelt. Bei Tätigkeiten, die die Gesundheit fördern bleibt die Erholungshilfe bis zu 500 Euro steuerfrei.

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Fehlende Digitalisierung – das sind die Folgen

Fehlende Digitalisierung – das sind die Fehler

Von Ramin Pelikan

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Digitalisieren – was heißt das?

Einfach erklärt: Durch eine Digitalisierung beziehen Sie digitale Technologien in Ihre geschäftlichen Prozesse ein. Man kann von einer zukunftsorientieren Modernisierung sprechen, die viele Verbesserungen mit sich bringt, denn die Flexibilität sowie die Komplexität vorhandener Strukturen wird erhöht. Die Möglichkeiten, wie man mit seinen Mitarbeitenden und Kollegen interagiert, haben sich vollkommen geändert und ermöglichen ebenso eine ortsunabhängige Zusammenarbeit.

Wieso sollten Sie den HR-Bereich digitalisieren?

Die Digitalisierung im HR-Bereich steht oft an letzter Stelle, obwohl sie ein wichtiger und ausschlaggebender Wettbewerbsvorteil ist. Denn eine digitalisierte Personalabteilung steigert die Zufriedenheit der Mitarbeiter, die Attraktivität als Arbeitgeber und erhöht die Effizienz um 20 % bis 30 %. 

Vor allem die stark umworbenen „Digital Natives“ achten auf den digitalen Auftritt des Unternehmens. Ausreden wie „zu teuer“, „zu hoher Aufwand“ oder „es gibt derzeit keinen triftigen Anlass zur Veränderung“ sollten Sie schleunigst zur Seite schieben und sich vor Augen führen, welche Folgen das Warten mit sich zieht.

Konsequenzen des Wartens

Durch das Aufschieben der Digitalisierung häufen sich also immer mehr Probleme an. Mittlerweile haben vor allem kleine und mittelständige Unternehmen die Vorteile eines digitalisierten HR-Bereichs erkannt.

Je länger Sie also warten, desto weiter ziehen Ihre Wettbewerber davon. Dies könnte ebenfalls die Konsequenz mit sich ziehen, dass Sie Ihre Konkurrenz nicht mehr einholen können.

Außerdem werden Sie so zu einem Versuch der raschen Aufholjagd gedrängt, der oft zu vorschnellen Entscheidungen führt. Die Folgen sind noch mehr Kosten und mögliche Fehlentscheidungen.

Des Weiteren berichten kleine und mittelständige Unternehmen von 42 % mehr Umsatz durch Digitalisierung. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Ihrem Unternehmen dieser entgeht.

Ebenso nehmen bei einer fehlenden Digitalisierung die Verwaltungsaufgaben deutlich mehr Zeit in Anspruch. Diese Zeit fehlt den Personaler wiederum bei der Suche, Bindung sowie Entwicklung von Mitarbeitern und schadet somit dem Unternehmen.

Wie Sie sehen können, zieht eine fehlende Digitalisierung Konsequenzen mit sich, weswegen Sie die digitale Transformation auf jeden Fall wagen sollten. 

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Buchhaltung digitalisieren – so gehen Sie vor!

Buchhaltung digitalisieren – so gehen Sie vor!

Buchhaltung digitalisieren – so gehen Sie vor!

Von Adriana Schuh

Buchhaltung digitalisieren

Wir leben in einem Zeitalter der Digitalisierung, weswegen immer mehr Unternehmen ihre Geschäftsprozesse digitalisieren. Vor allem die Digitalisierung Ihrer Buchhaltung bringt einige Vorteile mit sich. Was Sie erwarten können und wie Sie bestenfalls vorgehen, erklärt Ihnen LOFINO.

Buchhaltung digitalisieren – was bedeutet das?

Einfach erklärt: Sie trennen sich von Ihrer Zettellandschaft und wickeln Ihre Buchhaltung komplett papierlos ab. Für das Ausstellen von Rechnungen bedeutet das, dass diese digital erstellt und versandt werden. Eingehende Rechnungen werden eingescannt und digital archiviert. Außerdem kommt eine geeignete Buchhaltungssoftware zum Einsatz, welche die gesamten Prozesse der Buchhaltung automatisch anstößt und abwickelt.

6 Schritte zur Digitalisierung

Sich dafür zu entscheiden die Unternehmensbuchhaltung zu digitalisieren ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.  Allerdings sollten Sie folgende Schritte bei der Digitalisierung beachten:

1. Schritt: Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater

Setzen Sie Ihren/Ihre Steuerberater:in über den Wechsel unbedingt in Kenntnis. Denn er/sie verfügt über alle notwendigen und wichtigen Gutachten, die für den Umstieg gebraucht werden. Außerdem weiß er/sie darüber Bescheid, auf welche Vorgaben der GoBD Sie achten müssen und welche Buchhaltungssoftware sich am besten eignet.

2. Schritt: Unterstützung suchen

Ziehen Sie sich geeignete und technikaffine Unterstützung heran, die den Prozess von der Papier-Buchhaltung zur digitalen Buchhaltung begleitet.

3. Schritt: Mitarbeitende einbeziehen

Auch wenn die Entscheidung, ob Sie eine digitale Buchhaltung einführen möchten bei Ihnen liegt, sollten Sie Ihre zuständigen Mitarbeitenden in Ihr Vorhaben einbeziehen. So können diese sich auf den Wechsel vorbereiten und über die Vorteile aufgeklärt werden. Außerdem sollten Sie Ihre Mitarbeitenden schulen lassen, damit Sie schnell über die benötigten Kenntnisse verfügen.

4. Schritt: Hardware aufrüsten

Damit die digitalisierte Buchhaltung auch ohne Probleme genutzt werden kann, wird die passende Hardware benötigt. Das bedeutet, dass Ihre Mitarbeitenden über Computer bzw. Laptops verfügen müssen und die Belege und Rechnungen mithilfe eines Dokumentenscanner digitalisiert werden können.

5. Schritt: Passende Software für die digitale Buchhaltung

Bei der Auswahl der geeigneten Buchhaltungssoftware sollten Sie auf den Rat bzw. die Empfehlung Ihres/Ihrer Steuerberater:in achten. Allerdings sollten Sie unbedingt vor dem Kauf der passenden Software beim Hersteller nachfragen, ob diese GoBD-zertifiziert ist. Nicht schlecht zu wissen wäre außerdem, mit welchen Folgekosten Sie bei einer Umstellung auf eine neue Buchhaltungssoftware für Wartung, Anpassungen, Schulungen oder Hotline rechnen können.

6. Schritt: Tax-Compliance-Prüfung

Auch im 6. Schritt spielt Ihr/Ihre Steuerberater:in eine wichtige Rolle. Denn nach der Installierung der Buchhaltungssoftware und dem Erfassen aller Daten, sollte er/sie unbedingt eine Tax-Compliance-Prüfung durchführen. So kann sichergestellt werden, dass alle Vorgaben der Finanzverwaltung zur Ordnungsmäßigkeit der Buchhaltung (GoBD) erfüllt werden oder gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen werden müssen.

Tipp: Ihr/Ihre Steuerberater:in sollte seine/ihre Prüfungsschritte, Ergebnisse und Anpassungen schriftlich festhalten.

Mit diesen Vorteilen können Sie rechnen

Klar kommen mit der Umstellung von einer Papier-Buchhaltung auf eine digitale-Buchhaltung Kosten auf Sie zu. Diese werden allerdings mit den vielen Vorteilen der Umstellung kompensiert.

  • Durch die Automatisierung der Prozesse sparen Ihre Mitarbeitenden an Zeit, wodurch andere Aufgaben erledigt werden können. Außerdem können benötigte Dokumente zeit- und ortsunabhängig sowie mit wenigen Klicks gefunden werden, was ebenfalls Zeit einspart.
  • Durch die digitale Buchhaltung sparen Sie einiges an Platz. Denn von nun an können Sie Ihre Belege in digitaler Form archivieren und benötigen nichts weiter als einen digitalen Speicher.
  • Durch den eingesparten Platz und das digitale Versenden von Rechnungen sparen Sie Fixkosten, welche beispielsweise für Druckerpatronen und -papier sowie Aktenorder und -schränke angefallen wären.
  • In der Regel wird Ihre Software laufend vom Hersteller aktualisiert, was Ihnen Rechtssicherheit bietet.
  • Die digitale Buchhaltung bietet Ihnen eine Vielzahl an Auswertungsmöglichkeiten. Ebenfalls kann die E-Bilanz digital erstellt und versendet werden.
  • Die Daten der digitalen Buchhaltung können außerdem über digitale Schnittstellen mit Ihrem/Ihrer Steuerberater:in ausgetauscht werden. Dies spart zum einen Zeit und zum anderen eventuell Steuerberaterhonorar.
  • Zusätzlich zur Speicherung der Dokumente wird meist eine Sicherheitsarchivierung durchgeführt. So umgehen Sie das Risiko, dass Unterlagen bei einer Betriebsprüfung nicht mehr auffindbar sind.

Die steuerlichen Vorgaben der GoBD

Bei der Buchhaltung müssen allgemeine Grundsätze der ordnungsgemäßen und digitalen Buchführung beachtet werden. Dies wird durch regelmäßige Betriebsprüfungen durch die Finanzämter geprüft. Wenn bei einer Überprüfung festgestellt wird, dass die digitale Buchführung nicht den Grundsätzen entspricht, drohen hohe Steuernachzahlungen. Damit die Digitalisierung Ihrer Buchhaltung der Prüfung standhält ist es wichtig, dass die digitalen Aufzeichnungen nicht mehr verändert werden können oder geänderte Aufzeichnungen protokolliert werden. Denn nur so weisen Sie Transparenz vor und die Aufzeichnungen können vom Finanzamt nachvollzogen werden.

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